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Schweizer MS Register: Liegt MS in der Familie?

Im September wirft die Grafik des Monats einen Blick auf Familien, in denen mehrere Personen von Multiple Sklerose betroffen sind. Wie sind die MS-Betroffenen miteinander verwandt?

Von allen im Schweizer MS Register erfassten Betroffenen haben fast 20 Prozent (oberster und längster Balken) vermerkt, dass es in ihrer Verwandtschaft einen weiteren Fall von Multipler Sklerose gibt. Bei fast der Hälfte (8%) handelt es sich dabei um jemanden der Kernfamilie – also ein Elternteil, eine Schwester, ein Bruder oder eine Tochter. Die unteren fünf Balken ergeben zusammengezählt wieder die Länge dieses zweitobersten Balkens.  Bisher hat im Register niemand angegeben, einen betroffenen Sohn zu haben. Dass Schwestern und Mütter öfter betroffen sind als Väter und Brüder dürfte damit zusammenhängen, dass Frauen generell doppelt so oft an MS erkranken, als Männer.

Diese Angaben aus dem MS Register bestätigen den aktuellen Wissensstand. Es wird geschätzt, dass bei bis zu 15% aller Betroffenen ein weiteres betroffenes Familienmitglied vorkommt. Dies deutet auf eine genetische Veranlagung hin, die Multiple Sklerose mitverursacht, aber vermutlich nicht alleine auslöst. Studien haben gezeigt, dass selbst bei eineiigen Zwillingen «nur» in etwa 20-30% der Fälle beide Personen betroffen sind. Solche Studien zu Verwandtschaftsbeziehungen zwischen MS-Betroffenen sind ein wichtiges Puzzleteil, um der Ursache von MS weiter auf die Spur zu kommen.

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