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Lebensqualität und Multiple Sklerose: Persönliches Wohlbefinden während der letzten zwei Wochen

Fragen zum persönlichen Wohlbefinden und der Lebensqualität sind für alle Menschen zentral und es gibt vielerlei Aspekte, die das tägliche Wohlbefinden beeinflussen können. Welche Angaben machten Teilnehmende des MS Registers über persönliche Gedanken und Gefühle und wie ging es ihnen im Alltag? 

Die Januargrafik nimmt dieses Thema auf und zeigt hierzu erste Daten eines international anerkannten Fragebogens zum Thema Lebensqualität (Warwick-Edinburgh Mental Wellbeing Scale), welcher im Schweizer MS Register eingesetzt wurde.

Die neue Grafik des Monats gibt einen Einblick in das persönliche Wohlbefinden und die Lebensqualität von MS-Betroffenen. Dazu wurden sieben Aussagen über Gefühle und Gedanken während der letzten zwei Wochen erfragt, wobei man jeweils die Häufigkeiten «niemals», «selten», «manchmal», «oft» und «immer» angeben konnte. Das Thema der Autonomie («In der Lage sein, Entscheidungen zu treffen») und kognitive Aspekte («konnte klar denken») wurden am häufigsten positiv bewertet, d.h. 86% resp. 80% machten dazu eine Angabe der Häufigkeit «oft» oder «immer». Weitere Aussagen, welche mehrheitlich positiv bewertet wurden, waren die Frage nach dem Umgang mit Problemen und ob man sich anderen Menschen nahe fühlte (70% und 72%). Was etwas weniger positiv bewertet wurde, waren die Fragen nach der aktuellen Gefühlslage wie «ich habe mich entspannt gefühlt» (46%), «ich habe mich nützlich gefühlt» (64%) oder «ich habe mich in Bezug auf die Zukunft optimistisch gefühlt» (62%). Bei den letzteren beiden Aussagen gab es auch deutliche Unterschiede bezüglich der MS-Verlaufsform. So haben Personen mit einer progredienten Verlaufsform diese Fragen weniger positiv bewertet als Personen mit einer schubförmigen MS (49% vs. 70% und 53% vs. 66%).

Die Daten des MS Registers zeigen auf, dass Themen wie Autonomie und kognitive Aspekte weitgehend positiv bewertet wurden. Diese beiden Themenbereiche stellen auch generell wichtige Pfeiler für das persönliche Wohlbefinden und die Lebensqualität dar, was auch in anderen Studien aus der Allgemeinbevölkerung gezeigt wurde. Andere Bereiche wie die aktuelle Gefühlslage oder auch der Blick in die Zukunft können eher Fragen oder auch Sorgen beinhalten, die den Lebensalltag von Menschen mit MS mitprägen. Hier könnten unterstützende Massnahmen durch eine psychologische Beratung oder durch eine Sozialberatung hilfreich sein, das persönliche Wohlbefinden und die Lebensqualität positiv zu beeinflussen.

Mitmachen bleibt wichtig – und bringt die Forschung voran!

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