Detail

State of the Art Symposium: Erfolgreicher MS-Kongress

Cannabis, Physiotherapie, Reha-Kliniken: Am 19. State of the Art Symposium stand die Rehabilitation bei MS im Fokus. Knapp 300 internationale MS-Experten präsentierten und diskutierten den aktuellen Stand der MS-Forschung. Einigkeit herrschte darüber, dass gezielte Rehabilitation einen bedeutenden Einfluss auf die Lebensqualität hat – unabhängig vom Krankheitsverlauf.

Eine umfassende Rehabilitation bei MS hat in erster Linie die Erhöhung der Lebensqualität zum Ziel. Auf den Krankheitsverlauf hat Rehabilitation nur beschränkten direkten Einfluss, sie stellt aber eine wesentliche Erleichterung im Umgang mit MS dar. Neue Studien haben gezeigt, dass Rehabilitation auch bei fortschreitender Erkrankung zu einer Erhöhung der Lebensqualität führt, indem sie Aktivitäten ermöglicht und die Teilhabe am sozialen Leben fördert.

Neue Methoden der Neuro-Urologie

Auf grosses Interesse stiessen bei den Teilnehmenden die neusten Erkenntnisse im Bereich der Neuro-Urologie, denn Störungen der Blasen- und Darmfunktionen gehören zum Alltag vieler MS-Betroffener. Die Behandlungsansätze sind vielfältig und beinhalten neben gezieltem Blasenmanagement auch eine Reihe an medikamentösen und invasiven Methoden, die in einem Referat dargelegt und in einem Workshop vertieft betrachtet wurden.

Cannabis-Präparate

Auch Dr. Claude Vaneys Referat über Cannabinoide wurde mit Spannung verfolgt.  Diese können Schmerzen und Spastik lindern, mehrere MS-Betroffene machen damit bereits gute Erfahrungen. Allerdings ist man in der Schweiz von einer breiten Verfügbarkeit noch weit entfernt.

Physiotherapie für den Alltag

Die «Fachgruppe Physiotherapie bei MS» feierte im Januar ihr 15-jähriges Bestehen  und konnte bei dieser Gelegenheit auf ihre in Zusammenarbeit mit der MS-Gesellschaft produzierten Videos hinweisen. Diese ermöglichen es Betroffenen, im Alltag Physiotherapieübungen durchzuführen. Dieses Self-Management zu fördern ist ein wichtiges Ziel von Physiotherapie bei MS. Dabei lautet die Devise: Je früher, desto besser. Bereits vor dem Auftauchen sichtbarer Einschränkungen sollte mit einer Physiotherapie begonnen werden.

×