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State of the Art

State of the Art Symposium 2020

Die Bedürfnisse von MS-Betroffenen standen im Zentrum des diesjährigen Fachkongresses State of the Art Symposium. Wie findet man für den individuellen Patienten die richtige Behandlung, lautete die zentrale Fragestellung.

Die Menge an verfügbaren Behandlungsmöglichkeiten hat in den letzten Jahren stetig zugenommen. Umso wichtiger ist es, bei der Auswahl die individuellen Bedürfnisse von MS-Betroffenen zu erkennen und anzusprechen. Dieser Thematik widmete sich die Podiumsdiskussion, an der alle Referenten teilnahmen. Die medikamentösen Therapieoptionen und die damit einhergehenden Sicherheitsaspekte waren Fokus eines umfassenden Updates von Prof. Andrew Chan vom Inselspital Bern. Zudem erfuhren die Anwesenden den neusten Stand im Umgang mit neuropsychiatrischen Fragestellungen, die mit MS zusammenhängen, gefolgt von einem Input zur Resilienz, also dem Aufbau von psychischer Widerstandsfähigkeit, sowie dessen positive Auswirkungen auf die MS.

Individuelle Lösungen finden

In einem weiteren Vortrag stand das MS-Management im Zentrum, also die Frage, wie Fachpersonen und Betroffene MS-Symptome gemeinsam und individualisiert managen können und welche digitalen Hilfsmittel zur Verfügung stehen. Am Nachmittag setzten sich die Teilnehmenden in Workshops mit neurourologischen Fragestellungen auseinander. Wie können mit Betroffenen gemeinsam die besten Lösungen bei Inkontinenz gefunden werden, einem Problem, das die Lebensqualität wesentlich beeinflusst. Erwiesenermassen wirkt sich Sport positiv auf das Wohlbefinden und den MS-Verlauf aus. Ein Workshop ging der Frage nach, wie man das richtige Trainingsprogramm findet und wie Spezialisten Betroffene zur Einhaltung dieses Programms motivieren können.

Dr. Google als Herausforderung

In einem Workshop wurden Neurologinnen, Neurologen und Forschende über die juristischen Herausforderungen in Bezug auf die personalisierte Medizin und auf Big Data aufgeklärt. Den richtigen Umgang mit Patientendaten und die aktuellen Datenschutzrichtlinien zu kennen ist für alle Beteiligten sehr wichtig. Nur so können die vielfältigen Möglichkeiten von Big Data zum Wohle von MS-Betroffenen genutzt werden. «Wie ist mit Dr. Google umzugehen» lautete der Titel eines weiteren Workshops. Das Internet bietet eine Vielzahl an Informationsmöglichkeiten, aber auch an Desinformation. Behandelnde Ärzte müssen auch damit umgehen können und Trends, Mythen und Hypes mit den Betroffenen erkennen und besprechen.

Forscher stellten Projekte vor

Präsent am State of the Art waren auch Forschende, die von der Schweiz. MS-Gesellschaft gefördert werden. Von diversen Postern konnten sich die Besuchenden mit den neusten Forschungsfragen vertraut machen. Die Palette war hier sehr breit und reichte von präklinischen Studien, die sich mit der Ursache von MS beschäftigen bis hin zu Forschungsprojekten, die sich mit dem Alltag von MS-Betroffenen auseinandersetzen.

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