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Kleine Dinge

Ich bin dankbar für jede Unterstützung, für Hilfe, die ich in schweren Zeiten bekommen habe und bekomme. Finanzfragen, Rechtsprobleme, IV… ich schätze die Unterstützung sehr und bin froh um Gelegenheiten, etwas zurück zu geben.

Das Leben ist Nehmen und Geben.

Wie in Basel, die Studien, an denen ich alle teilnehme… und die Leute mich manchmal komisch anschauen: «Bist du knalle? Wieso machst du da überall mit»? Und ich sage, hey das ist mein Beitrag, und sei er noch so klein, etwas zurück zu zahlen. Das hilft allen. Und vielleicht irgendwem speziell. Jemand in der Krise, der nur einen kleinen Lichtblick braucht, um ihn wieder aufzubauen.

Man kann einen total bescheidenen Tag haben, fühlt sich körperlich nicht gut, psychisch angespannt, hat die MS im Kopf und in den Knochen… dann reichen ein paar Momente der Freude.

So, wie wenn man im Radio für drei Minuten ein schönes Lied hört - das einem aus einem tiefen Loch helfen kann.

Und da, da kann ich Menschen wieder etwas zurück geben. Das ist, was es im Leben braucht… Mitleid braucht man nicht. 

Oliver R. Lattmann


Lattmann & Luana: ER war selfmade Himmelsstürmer und dirigierte als Aviatik-Manager eine Flotte von Business-Jets, ehe die MS ihm ein temporäres Grounding bescherte. SIE schlug als Jugendliche Belinda Bencic auf dem Tennis-Court, jetzt wehrt sie sich tagtäglich gegen den Versuch der MS, sie in die Knie zu zwingen. Oliver R. Lattmann (55) und Luana Montanaro (28) schreiben aus völlig unterschiedlichen Perspektiven über eine Sache: Ihre MS. Wie und wo sie im Alltag auf Verständnis und Solidarität treffen. Oder auch nicht. Und welche Hindernisse und Tabus ihnen rund um die unheilbare Krankheit MS in der Welt draussen (noch immer) begegnen. Lattmann & Luana sind #MiteinanderStark und unser Autoren-Team für den Welt MS Tag 2021.

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