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Vor welchen möglichen MS-Symptomen fürchten sich Angehörige und Nahestehende am meisten?

Die Daten des Schweizer MS Registers haben schon mehrfach gezeigt, dass unsichtbare Symptome sowohl für Betroffene als auch für Angehörige eine grosse Belastung im Alltag sein können. Die aktuelle Monatsgrafik widmet sich der Frage, vor welchen möglichen zukünftigen Einschränkungen die Angehörigen am meisten Angst haben.

Die letzte Monatsgrafik hat das Thema unsichtbare Symptome aus Sicht der Angehörigen beleuchtet und gezeigt, dass sich die am meisten belastenden Symptome mit den Angaben der Betroffenen selber decken. Am häufigsten wurden Gang- und Mobilitätsstörungen genannt, gefolgt von Fatigue und einer verminderten geistigen Leistungsfähigkeit.

Was bringt die Zukunft mit MS?

Vor welchen möglichen zukünftigen Symptomen fürchten sich die Angehörigen am meisten? Die laufende Befragung der Angehörigen und nahestehenden Personen von MS-Betroffenen liefern auch hier spannende Einblicke.

Wie bei der letzten Monatsgrafik wurden am häufigsten Gang- und Mobilitätsstörungen (34.9%) genannt. Im Unterschied zur letzten Grafik wurde jedoch fast gleich häufig eine verminderte geistige Leistungsfähigkeit angegeben (33.7%). Diese Ergebnisse veranschaulichen, dass unsichtbare Symptome gerade auch im Hinblick auf die Zukunft eine grosse Bedeutung haben und für nahestehenden Personen sehr belastend und beängstigend sein können.

Mit knapp 27% wurde an dritthäufigster Stelle der Verlust von Selbständigkeit angegeben. Die Möglichkeit, möglichst lange ein selbstbestimmtes Leben zu führen ist also nicht nur für die Betroffenen selber entscheidend. Auch nahestehende Personen machen sich verständlicherweise Gedanken dazu. Denn der Verlust an Selbständigkeit und damit die Veränderung der Betreuungssituation hat oftmals direkte Konsequenzen für die Angehörigen, die möglicherweise mehr Betreuungs- oder Pflegeaufgaben wahrnehmen müssen.

Ein frühzeitiges Thematisieren dieser und anderer möglicher MS-Symptome kann helfen, die Betreuungssituation möglichst bedürfnisgerecht und vorausschauend zu planen und rechtzeitig um Unterstützung zu fragen. Die Schweiz. MS-Gesellschaft bietet für Fragen zur Betreuungssituation, aber auch zu allen anderen relevanten Thematiken, eine spezifische Beratung für Angehörige und nahestehende Personen an.

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