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Serie MS-Forschende im Kurz-Portrait: Jan Bitterli

Diese Serie portraitiert Forschende, die mit viel Beharrlichkeit und Herzblut auf der Suche nach Antworten zur MS sind - und ihre von der MS-Gesellschaft geförderten Projekte. In dieser Folge: Jan Bitterli.

Seit 60 Jahren unterstützt die MS-Gesellschaft dank finanzieller Zuwendung von Mitgliedern, Spenderinnen und Spendern die MS-Forschung. Dazu gehört die Grundlagenforschung, um zum Beispiel Medikamente zu entwickeln oder mögliche Ursachen der MS aufzudecken. Dazu gehören Forschungsstudien, die ein breites Spektrum medizinischer, pflegerischer, psychologischer und sozialer Themen aufgreifen. Übergeordnetes Ziel jeglicher Forschung ist entweder, die Lebensqualität von Menschen mit MS zu verbessern oder die MS eines Tages heilbar zu machen.

Jan Bitterli

Er forscht am Universitätsspital Basel zum Thema «Geistige Erschöpfung und Ermüdbarkeit bei Multipler Sklerose: Hirnmechanismen und Biomarker.»

Sein Projekt

Fatigue ist eines der häufigsten Symptome der MS, von welchem zwischen 50 und 80% aller erkrankten Personen betroffen sind. Viele Betroffene berichten darüber, dass ihre Produktivität, beispielsweise bei der Arbeit, stark eingeschränkt ist. Die Fatigue wird dabei als das problematischste Symptom betrachtet. Jedoch ist die Fatigue, insbesondere die kognitiven Bestandteile davon, noch nicht detailliert erforscht. In unserem Forschungsprojekt verfolgen wir deswegen das Ziel, ein besseres Verständnis über die kognitive Fatigue zu entwickeln und dabei grundlegende Mechanismen und Biomarker zu identifizieren.

Es werden 30 Patienten mit MS sowie 30 gesunde Vergleichsprobanden mittels funktionalem MRI (fMRI) untersucht. Während der MRT-Untersuchung (Magnetresonanztomografie) bearbeiten die Probanden eine sehr anspruchsvolle kognitive Aufgabe. Dabei untersuchen wir, welche Unterschiede in den Hirnaktivitätsmustern zwischen den Betroffenen und den gesunden Probanden auftreten.

Dadurch erhoffen wir uns, ein besseres Verständnis über das Entstehen der Fatigue zu entwickeln, damit der Umgang mit diesem Symptom bzw. die dazugehörigen Behandlungsstrategien langfristig verbessert und somit die Lebensqualität der betroffenen Personen gesteigert werden kann.

Seine Motivation

«Ich finde es sehr beeindruckend zu sehen, wie Menschen mit MS mit ihrer Krankheit umgehen und dass viele trotz der schweren Diagnose ihren Mut nie verlieren. Es motiviert mich sehr, den Betroffenen zu helfen und mit unserer Forschung einen Teil zur Steigerung ihrer Lebensqualität beizutragen.»

Jan Bitterli schloss sein Bachelorstudium in Psychologie im Sommer 2018 an der Universität Basel ab. Seitdem ist er im Masterstudium an der Fakultät für Psychologie tätig, sein Schwerpunkt liegt dabei auf den Bereichen Klinische Psychologie und Neurowissenschaften.

Parallel zum Studium arbeitet er als Wissenschaftlicher Assistent im Departement für Neurologie des Universitätsspitals Basel in der Forschungsgruppe von Dr. Stefano Magon. Das Hauptinteresse seiner Forschung liegt dabei auf der geistigen Leistungsfähigkeit von Menschen mit MS sowie insbesondere den kognitiven Beeinträchtigungen, welche dabei auftreten können.

Abseits der Tätigkeiten im Spital und an der Universität interessiert er sich sehr für Musik, Sport und Literatur und unternimmt in seiner Freizeit diverse Aktivitäten mit Freunden und Familie, sei es von Wandern bis Schach spielen.

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