Mitten im Leben erhielt Dora Regev die Diagnose Multiple Sklerose. Das Architekturstudium in der Tasche, erste Schritte im Berufsleben und auch im Alltag aktiv unterwegs – nicht zuletzt sportlich. «Die Diagnose war ein grosser Schock. Ich wollte mein Leben wieder in die Hand nehmen.» Wichtige Unterstützung fand die Waadtländerin bei der MS-Gesellschaft. Sie wurde Teil der ersten Regionalgruppe in der Romandie für junge Betroffene. «Dort habe ich Menschen mit MS getroffen, die Sport treiben, arbeiten und ein erfülltes Sozialleben führen. Das hat mich sehr beruhigt.»
Fatigue ist das Symptom, das den Alltag der 34-Jährigen am stärksten prägt – von bleierner Müdigkeit bis hin zur totalen Erschöpfung. «Ich bin dann nicht mehr in der Lage, einfache Aufgaben zu erledigen.» Was zunächst widersprüchlich klingt: In solchen Momenten schnürt Dora Regev ihre Laufschuhe: «Durch Sport und körperliche Anstrengung kann ich die tägliche Fatigue besser bewältigen.» Mehr über diese junge Frau und ihren Weg mit MS erfahren Sie im Porträt der neuesten FORTE-Ausgabe.
Weitere spannende Beiträge im Magazin FORTE:
Jede Minute zählt – in Bewegung mit MS
Regelmässiges Bewegen ist ein wichtiger Pfeiler, um die Lebensqualität und Selbständigkeit von Menschen mit Multipler Sklerose zu erhalten oder zu verbessern. Dabei geht es nicht nur um Sport, sondern um einen bewegten Alltag. Wie körperliche Aktivität Lebensqualität und Selbständigkeit fördern kann, zeigt der Fachartikel der Fachgruppe Physiotherapie bei Multipler Sklerose.
Mitten im Leben mit MS – Wissenswertes für den Alltag
Multiple Sklerose trifft viele Menschen in einer Phase, in der Ausbildung, Beruf und Familie eine zentrale Rolle spielen. Entsprechend gross ist der Bedarf an Orientierung – unmittelbar nach der Diagnose ebenso wie im weiteren Alltag mit der Erkrankung. Von der krankheitsbedingten Reduktion des Arbeitspensums über einschränkende Fatigue bis hin zu MS-Therapie und Kinderwunsch: Ein Überblick zu häufigen Themen aus dem Beratungsalltag bündelt wissenswerte Fachinformationen.
Multiple Sound – gelungener Auftakt für Musik und Begegnung
Die erste Ausgabe von «Multiple Sound», dem neuen Musik- und Begegnungsformat der MS-Gesellschaft, brachte am Samstag, 28. März 2026, in der Zürcher Amboss Rampe rund 200 Teilnehmende zusammen – darunter 80 Menschen mit Multipler Sklerose aus 14 Kantonen.
Auf der Bühne stand unter anderem die Bündner Musikerin Any Sabadi. Die Künstlerin, die selbst mit MS lebt, macht Musik in Mundart und ist stilistisch im alternativen Soul-Pop zu Hause. Vor ihrem Auftritt sprach sie offen über ihre Krankheit, Emotionen und die Wirkung von Musik.
Ein einzigartiges musikalisches Universum
Der vielseitige Künstler Cyril Käppeli, alias Cee-Roo, wurde durch seine Montagen bekannt, in denen er Archivmaterial aus aller Welt, eigene Musikkompositionen und einen sensiblen Blick auf das Zeitgeschehen miteinander verbindet. Zwischen Dokumentation und künstlerischem Schaffen erkundet seine Arbeit die Kontraste der Gegenwart. Begegnung mit einem Bieler Künstler mit einem einzigartigen Universum.
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