Wie wird die Diagnose «MS» gestellt?
Die Diagnose MS ergibt sich aus mehreren Untersuchungen. Den einen einzigen «MS-Test» gibt es nicht. Denn damit die Diagnose einer Multiplen Sklerose (MS) gestellt werden kann, müssen verschiedene Bedingungen erfüllt sein – darunter in der Regel körperliche Symptome und Auffälligkeiten in einer speziellen Zusatzdiagnostik.
Besteht ein Verdacht auf eine MS, werden deshalb verschiedene Untersuchungen durchgeführt, darunter eine sorgfältige Anamnese, neurologische und laborchemische Untersuchungen sowie Untersuchungen mittels MRT. Weitere Parameter ergeben sich aus Untersuchungen vom Sehnerv und der Messung der Leitgeschwindigkeit der Nervenreizleitung.
Die gesamte Diagnose basiert auf den sogenannten McDonald-Kriterien, die regelmässig von einem internationalen Expertenpanel aktualisiert werden. Erfüllen die Ergebnisse der Untersuchungen die Kriterien, steht die MS-Diagnose fest, oder Vorstufen davon, ein radiologisch isoliertes Syndrom (RIS) oder klinisch Isoliertes Syndrom (CIS).