Ein Brunch-Erlebnis der besonderen Art

News

Der 30. Oktober als Tag der pflegenden und begleitenden Angehörigen fiel 2025 «mitten in die Woche». Um Partnerinnen und Partnern, Eltern, Geschwistern und engsten Vertrauenspersonen von MS-Betroffenen einen entspannten Rahmen bieten zu können, wurden diese schon am Sonntag davor zum traditionellen «Angehörigen-Brunch» eingeladen.

Die Plätze waren ausgebucht. Die Erwartungen vielseitig. Im Vordergrund standen der Wunsch nach Austausch in lockerer Atmosphäre, das Interesse, zu erfahren, wie andere mit ihrer Lebenssituation umgehen – und natürlich, neue Menschen zu treffen und ihre Sichtweisen kennenzulernen.

Für einige war es ein gefreutes Wiedersehen, andere kamen zum ersten Mal, ohne zu wissen, was sie genau erwartet. Angereist nach Baden wurde aus den verschiedensten Regionen, fern aus dem Berner Oberland oder St. Gallen, aber auch aus der Nähe, dem Kanton Zürich oder Aargau. 

Gutes Geben und Nehmen
Nach der Begrüssung und der kurzen Einführung durch Susanne Kägi, Co-Bereichsleiterin Beratung, kamen die Gäste gerne Kägis Wunsch nach, sich auszutauschen und sich am wunderbaren Buffet zu bedienen. Die Gespräche liefen angeregt, aufmerksam wurde zugehört, gezielt gefragt und Erfahrungen geteilt.

Die Frage nach Vor- oder Nachteilen von z. B. einer Angehörigen-Spitexanstellung war ein Thema, genauso wie die Maxime, dass man auf sich selbst gut schauen muss und die Krankheit nicht zur eigenen machen darf.  Positiv erwähnt wurde, dass Begegnungswochen und Gruppenaufenthalte nicht nur «gut» für die Betroffenen sind, sondern ganz wesentlich zur eigenen Entlastung beitragen.  

Auch wurden rege fachliche Inputs bei Susanne Kägi gesucht oder Rückfragen gestellt. Bei Unsicherheiten wurde der eine oder andere Hinweis auf ein spezifisches Angebot der Schweiz. MS-Gesellschaft dankend entgegengenommen. Inspiriert, angenehm gesättigt und bei Sonnenschein löste sich die Gesellschaft wieder auf.

Gut investierte Zeit
«Meine Erwartungen haben sich mehr als erfüllt, ich hatte seit langem wieder einmal das Gefühl, richtig verstanden zu werden. Wir haben Adressen getauscht und bleiben in Kontakt», lautete ein wertschätzendes Statement. «Ein superschöner Anlass mit intensivem Erfahrungsaustausch und der Chance, Gedanken und Emotionen teilen können», ein anderes. «Ich konnte mir ein umfassenderes Bild machen - und fühle mich selbst bestärkt“, lobte eine weitere Teilnehmende zusammenfassend den Brunch.  

Und Susanne Kägi selbst? Staunte wie jedes Jahr, wie schnell und einfach die Gäste ins Gespräch kommen, auch mal herzlich lachen können und wie sich ein ganz grosses Vertrauen untereinander praktisch sofort einstellt.