Tierisch gute Freunde: Sara & Mandy

Tierisch gute Freunde

Hallo! Ich bin Sara, 54 Jahre alt und lebe mit meinem Mann, unserem treuen Hund «Mandy» und den zwei wunderschönen BKH-Katzen «Ferris» und «Zalanda» im Kanton St. Gallen. Seit meinem 41. Lebensjahr leide ich an Multipler Sklerose (MS).

Den ersten Schub hatte ich bereits fünf Jahre vorher, doch dieser wurde damals leider nicht als solcher erkannt.

Und wer ist dein «tierischer Freund»?
«Mandy» ist eine 14-jährige Hündin, die ich aus dem Tierheim adoptiert habe. Sie ist meine treue Begleiterin, die überallhin dabei ist und mir im Alltag viel Freude und Liebe schenkt. Sie bringt Struktur in mein Leben und zaubert täglich ein Lächeln auf mein Gesicht.

Wie habt ihr zueinander gefunden?
Sie stammt ursprünglich von Ibiza und hat unser Herz im Alter von 5 Jahren im Sturm erobert.

Wirkt sich dein Tier positiv auf deinen Alltag mit Multipler Sklerose aus? Welche körperlichen und psychischen Vorteile bringt dir euer Zusammenleben?
«Mandy» braucht täglich Auslauf und kleine Spaziergänge. Diese Aktivitäten helfen mir, an der frischen Luft zu sein, was sich positiv auf meine MS-Symptome, insbesondere die Fatigue, auswirkt. Ausserdem ermöglichen mir die Spaziergänge, mit anderen Menschen in Kontakt zu kommen, was meinen Alltag bereichert und mein Gemüt stärkt.

Haustiere sind ganz allgemein eine grosse Bereicherung für Seele, Kopf und Herz. Sie schaffen es ohne Worte, uns ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern und uns in schwierigen Zeiten Trost zu spenden.

Gibt es auch Probleme, Sorgen?
Natürlich gibt es Sorgen oder Probleme, denn man hat eine Verantwortung gegenüber einem Tier. Man sollte sich bewusst sein, dass es ein Lebewesen ist und seine Rechte hat. Und dass man sich vorab Gedanken macht, sei es zum Beispiel für Notfallsituationen, ob man auch da eine sehr gute Lösung und Unterstützung hat. Für uns war es sehr wichtig, dass wir Mandy - ausser meinem Mann - im Fall eines Schubes oder Ähnlichem jemand Vertrautem und Vertrauenswürdigem in Obhut geben können (Eltern, eine gute Freundin).

Kannst du anderen MS-Betroffenen (d)ein Haustier empfehlen? Welche Voraussetzungen müssen für eine funktionierende «Partnerschaft» definitiv erfüllt sein?
Wenn das Umfeld stimmt, und bei Abwesenheiten oder möglichen gesundheitlichen Problemen die Hilfe/Unterstützung gewährleistet ist, heisst die Antwort «Ja, unbedingt»! Ein tierisch guter Freund hilft einem, das psychische Gleichgewicht zu erhalten, bringt Struktur in den Alltag, zaubert ein Lächeln ins Gesicht. An schlechten Tagen heitern sie uns auf, geben Wärme und akzeptieren einen so, wie man gerade ist. 

Ein Leben ohne Hund oder Katze kann ich mir kaum vorstellen. Das Wichtigste ist jedoch, dass der Partner voll hinter dem Tier steht, mithilft und die Vierbeiner mag.


Immer gesucht: «Tierisch gute Freunde»

  • Du liest und magst unsere Serie «Tierisch gute Freunde»? 
  • Du hast selbst einen tierisch guten Freund? Oder sogar mehrere?
  • Hund? Katze? Pferd? Nager? Fische? Ganz was anderes?   
  • Und du möchtest anderen Menschen erzählen, wie ihr zusammen der MS trotzt?  

Dann schreib uns eine Mail mit dem Betreff «Tierisch gute Freunde» an: redaktion@multiplesklerose.ch
und wir schicken dir zum Kennenlernen ganz unverbindlich den Fragebogen zu (das sind aktuell schmale 6 Fragen). Du kannst dann in aller Ruhe überlegen, ob du mitmachen möchtest.

Liebe Grüsse, deine Redaktion

P.S. Du magst/kannst nicht mitmachen, kennst aber jemanden, der gerne dabei wäre? Oder gut geeignet Dann erzähl’ es einfach weiter…