Tierisch gute Freunde: Ramona & Honey

Tierisch gute Freunde

Ich heisse Ramona, bin 40 Jahre alt und lebe in Horn TG am schönen Bodensee. Ursprünglich komme ich aus den Bergen, nämlich Kanton Graubünden. Ich lebe alleine, habe aber wunderbare Freunde und Familie um mich.

Ich habe mein Hobby zum Beruf gemacht – mein ganzes Leben dreht sich rund um Hunde. Nebenbei arbeite ich jedoch noch Teilzeit im Büro. 

Und wer ist dein «tierischer Freund»?
Meine treue Begleiterin heisst Honey, ist eine 10-jährige Labradorhündin und mein absoluter Seelenhund. Seit vielen Jahren steht sie mir in allen Lebenslagen zur Seite – loyal, liebevoll und mit einem riesigen Herzen. Sie ist nicht einfach nur ein Haustier, sondern ein fester Teil meines Lebens.

Wie habt ihr zueinander gefunden?
Nach meiner MS-Diagnose im Jahr 2015 wurde mein komplettes Leben auf den Kopf gestellt: Vor allem beruflich konnte ich während der Anfangszeit nicht mehr arbeiten, wobei dann entschieden wurde, dass ich eine Teil-IV-Rente erhalte. Ab da hab ich mich entschieden, einem Hund ein Zuhause zu geben.

Honey kam mit 18 Monaten aus einer Familie zu mir und meiner damaligen Frau, und seitdem wurde alles anders - im Positiven! Durch das Training mit ihr, die tollen Fortschritte und die starke Bindung erkannte ich meine neue Berufung - ich wollte Hundetrainerin werden. Dank Honey darf ich nun mein Hobby als Beruf ausleben, mit meiner eigenen Hundeschule.

Wirkt sich dein Tier positiv auf deinen Alltag mit Multipler Sklerose aus? Welche körperlichen und psychischen Vorteile bringt dir euer Zusammenleben?
Ja, definitiv. Honey gibt mir nicht nur Halt, sondern auch Struktur im Alltag. Durch sie komme ich täglich an die frische Luft und bleibe in Bewegung – was meiner körperlichen Verfassung sehr guttut. Psychisch schenkt sie mir Ruhe, Sicherheit und vor allem das Gefühl, nicht allein zu sein. Sie spürt, wenn es mir nicht gut geht, und weicht dann nicht von meiner Seite. 

Gibt es auch Probleme, Sorgen?
Die einzige Sorge, die ich habe, ist, wenn sie nicht mehr da ist, und wie ich das verarbeiten kann oder soll, aber daran will ich noch nicht denken und geniesse jede Sekunde mit ihr.

Kannst du anderen MS-Betroffenen (d)ein Haustier empfehlen? Welche Voraussetzungen müssen für eine funktionierende «Partnerschaft» definitiv erfüllt sein?
Ja, ich kann ein Haustier sehr empfehlen. Ein Tier schenkt nicht nur Liebe und Gesellschaft, sondern bringt auch Struktur und Bewegung in den Alltag, vor allem bei Hunden, was bei MS sehr wertvoll sein kann. Allerdings sollte man sich bewusst sein, dass ein Tier Verantwortung bedeutet und man genug Kraft und Unterstützung im Hintergrund haben sollte. Wichtig ist, dass Tier und Mensch zueinander passen: das Wesen des Tieres, die eigenen körperlichen Möglichkeiten und auch die Wohnsituation.


Immer gesucht: «Tierisch gute Freunde»

  • Du liest und magst unsere Serie «Tierisch gute Freunde»? 
  • Du hast selbst einen tierisch guten Freund? Oder sogar mehrere?
  • Hund? Katze? Pferd? Nager? Fische? Ganz was anderes?   
  • Und du möchtest anderen Menschen erzählen, wie ihr zusammen der MS trotzt?  

Dann schreib uns eine Mail mit dem Betreff «Tierisch gute Freunde» an: redaktion@multiplesklerose.ch
und wir schicken dir zum Kennenlernen ganz unverbindlich den Fragebogen zu (das sind aktuell schmale 6 Fragen). Du kannst dann in aller Ruhe überlegen, ob du mitmachen möchtest.

Liebe Grüsse, deine Redaktion

P.S. Du magst/kannst nicht mitmachen, kennst aber jemanden, der gerne dabei wäre? Oder gut geeignet Dann erzähl’ es einfach weiter…