Fachbegriffe

Fachbegriffe

Die wichtigsten Begriffe verständlich und übersichtlich für Sie zusammengestellt.

Hier sind einige Fachbegriffe aufgeführt, die häufig in der Beschreibung von medizinischen Studien vorkommen.

Doppelblind-Studie

Weder die Probanden noch die behandelnden Ärzte wissen, wer zu welcher Gruppe gehört. Die Medikamente werden mit Codes versehen, die erst nach Abschluss der Testphase entschlüsselt werden. Dadurch soll eine Beeinflussung durch Vorannahmen der Untersucher oder Probanden möglichst ausgeschlossen werden.

Klinische Studie
In klinischen Studien wird ein Präparat in vier verschiedenen Phasen am Menschen geprüft. Im Mittelpunkt stehen die Wirksamkeit und die Sicherheit des Präparates. Erst wenn das Präparat die Studienphasen I-III erfolgreich durchlaufen hat, kann der Hersteller eine Zulassung bei der Swissmedic beantragen.
Kohortenstudie
Eine repräsentative Gruppe von Patienten wird ausgewählt und in regelmässigen Abständen über einen längeren Zeitraum nach standardisierten Methoden untersucht.
Kontrollierte Studie
Die Probanden werden zum Vergleich in Gruppen aufgeteilt: Die eine Gruppe erhält das neue Präparat, die andere (sogenannte Kontrollgruppe) erhält eine bisherige Standardbehandlung oder – bei einer placebokontrollierten Studie – ein Scheinmedikament ohne Wirkstoff.
Myelinschicht
Myelin ist eine lipidreiche Biomembran, welche die Axone der meisten Nervenzellen von Wirbeltieren spiralförmig umgibt und elektrisch isoliert. Myelin wurde 1854 von dem Pathologen Rudolf Virchow (1821–1902) mittels Lichtmikroskopie an Gewebeschnitten entdeckt. Er fand in Nervenfasern eine Markscheide und schlug vor, sie Myelin (griech. myelòs = Mark, Gehirn) zu nennen.
Placebo
Ein Placebo ist ein inaktives Scheinmedikament, es hat keinen Wirkstoff. In klinischen Studien wird ein neues Präparat häufig mit Placebo verglichen, um die Wirksamkeit des Präparats zu ermitteln.
Präklinische Studie

In der präklinischen Studie wird ein Präparat im Labor auf Wirkung und Unbedenklichkeit geprüft. Die Tests finden zum Beispiel im Reagenzglas, mit Zellkulturen oder in Computersimulationen statt.

Randomisierung
Die Zuteilung der Probanden in eine Behandlungsgruppe (neues Präparat  oder bestehendes Medikament bzw. Placebo) geschieht nach Zufallsprinzip. Die Behandlungsgruppen werden als «Arme» der Studie bezeichnet.