Detail

Betroffene: Mail. Mitbetroffener: Text

Eine berührende Hommage eines Angehörigen an seine betroffene Partnerin, eine Hochachtung für die Leistungen, die Angehörige als Mitbetroffene mit erbringen - im Vorfeld des «Tages der pflegenden Angehörigen» am 30. Oktober 2019.

Als die E-Mail in der Redaktion ankommt und die Zeilen überflogen sind, ist der erste Gedanke: Dürfen wir das veröffentlichen? Macht das Angst und entmutigt? Ist es zu persönlich? Dann der zweite Gedanke: Ja, wir dürfen, weil so nur schreiben kann und darf, wer als Angehöriger mitbetroffen ist und diesen Kampf, so aussichtslos er manchmal erscheinen mag – über 20 Jahre Tag und Nacht führt.

Die Mail der Frau

«Ich selbst bin eine MS-Betroffene und habe ein wirklich grosses Anliegen. Mein Mann hat zu unseren 20 Jahren Kampf mit und gegen die Krankheit mit den 1000 Gesichtern seine Gedanken und Gefühle, wirklich sehr treffend und herzergreifend, aufgeschrieben. Wir möchten diese Zeilen mit gleichgesinnten teilen. Vielleicht ist dies ein kleiner Trost und gibt den Betroffenen und vor allem auch den Partnern ein wenig Mut, wenn sie sehen, dass sie nicht alleine sind. Auch wenn man manchmal die Kraft und den Mut verliert, möchte ich alle ermutigen die Hoffnung nicht zu verlieren und mitteilen, dass es immer irgendwie weiter geht!»

Der Text des Manns: «MS-Realität eines Partners»

(Nachfolgend in Auszügen. Der Download des Textes in voller Länge ist am Seitenende möglich)

Bei der Diagnose MS deiner Partnerin bist du vorerst erleichtert und denkst:
Gottseidank ist es kein Hirntumor!
Du setzt Hoffnung in die allererste Kortison-Therapie
Es geht deiner Partnerin besser mit der Therapie

Nach einiger Zeit kommt wieder ein Schub,
deine Partnerin erholt sich dank Kortison wieder schnell

Dann folgt der nächste Schub, daraufhin der nächste, und nochmals der nächste
Du merkst mit der Zeit, dass mit jedem Schub eine kleine Beeinträchtigung zurück bleibt
Du hoffst, dass es nicht noch schlimmer wird
Dann folgt der nächste Schub

Und wieder ist ein kleiner Folgeschaden entstanden
Du hoffst immer noch, dass es nicht schlimmer wird
So geht es einige Jahre weiter

Dann stellst du fest, dass deine Partnerin immer weniger weit gehen kann
Dass sie immer mehr Mühe hat mit der Bildung von Sätzen
Dass sie immer mehr Mühe hat mit Wasserlösen und Stuhlgang
Und auch immer wieder an Sehstörungen leidet
Du fragst dich: warum, warum ausgerechnet sie?

Wie geht es weiter?
Du möchtest das Ganze doch aufhalten!
Trotzdem bist du froh, dass deine Partnerin immer noch fast alles im Leben erledigen kann
Dann folgt der nächste Schub …

>> Der gesamte Text als Download

MS-Infoline

An der MS-Infoline beantwortet unser Beratungsteam soziale, medizinische, psychologische und pflegerische Fragen rund um MS. Kompetent, neutral und kostenlos.
Montag bis Freitag von 9 bis 13 Uhr:
MS-Infoline 0844 674 636

Spezial-Infoline für Angehörige am 30. Oktober

Anlässlich des «Tages der pflegenden Angehörigen» bietet die MS-Gesellschaft am Mittwoch, 30. Oktober 2019 von 18.00 bis 20.30 Uhr eine Spezial-Infoline für Angehörige an: MS-Infoline 0844 674 636

Ein Gedicht über Multiple Sklerose

Auch drei junge Frauen, die Pflegeberufe lernen, haben sich mit dem Thema MS in Gedichtform auseinander gesetzt: «Die Frauen, ihr Gedicht und die Krankheit»

Als die E-Mail in der Redaktion ankommt und die Zeilen überflogen sind, ist der erste Gedanke: Dürfen wir das veröffentlichen? Macht das Angst und entmutigt? Ist es zu persönlich? Dann der zweite Gedanke: Ja, wir dürfen, weil so nur schreiben kann und darf, wer als Angehöriger mitbetroffen ist und diesen Kampf, so aussichtslos er manchmal erscheinen mag – über 20 Jahre Tag und Nacht führt.

Die Mail der Frau

«Ich selbst bin eine MS-Betroffene und habe ein wirklich grosses Anliegen. Mein Mann hat zu unseren 20 Jahren Kampf mit und gegen die Krankheit mit den 1000 Gesichtern seine Gedanken und Gefühle, wirklich sehr treffend und herzergreifend, aufgeschrieben. Wir möchten diese Zeilen mit gleichgesinnten teilen. Vielleicht ist dies ein kleiner Trost und gibt den Betroffenen und vor allem auch den Partnern ein wenig Mut, wenn sie sehen, dass sie nicht alleine sind. Auch wenn man manchmal die Kraft und den Mut verliert, möchte ich alle ermutigen die Hoffnung nicht zu verlieren und mitteilen, dass es immer irgendwie weiter geht!»

Der Text des Manns: «MS-Realität eines Partners»

(Nachfolgend in Auszügen. Der Download des Textes in voller Länge ist am Seitenende möglich)

Bei der Diagnose MS deiner Partnerin bist du vorerst erleichtert und denkst:
Gottseidank ist es kein Hirntumor!
Du setzt Hoffnung in die allererste Kortison-Therapie
Es geht deiner Partnerin besser mit der Therapie

Nach einiger Zeit kommt wieder ein Schub,
deine Partnerin erholt sich dank Kortison wieder schnell

Dann folgt der nächste Schub, daraufhin der nächste, und nochmals der nächste
Du merkst mit der Zeit, dass mit jedem Schub eine kleine Beeinträchtigung zurück bleibt
Du hoffst, dass es nicht noch schlimmer wird
Dann folgt der nächste Schub

Und wieder ist ein kleiner Folgeschaden entstanden
Du hoffst immer noch, dass es nicht schlimmer wird
So geht es einige Jahre weiter

Dann stellst du fest, dass deine Partnerin immer weniger weit gehen kann
Dass sie immer mehr Mühe hat mit der Bildung von Sätzen
Dass sie immer mehr Mühe hat mit Wasserlösen und Stuhlgang
Und auch immer wieder an Sehstörungen leidet
Du fragst dich: warum, warum ausgerechnet sie?

Wie geht es weiter?
Du möchtest das Ganze doch aufhalten!
Trotzdem bist du froh, dass deine Partnerin immer noch fast alles im Leben erledigen kann
Dann folgt der nächste Schub …

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Montag bis Freitag von 9 bis 13 Uhr:
MS-Infoline 0844 674 636

Spezial-Infoline für Angehörige am 30. Oktober

Anlässlich des «Tages der pflegenden Angehörigen» bietet die MS-Gesellschaft am Mittwoch, 30. Oktober 2019 von 18.00 bis 20.30 Uhr eine Spezial-Infoline für Angehörige an: MS-Infoline 0844 674 636

Ein Gedicht über Multiple Sklerose

Auch drei junge Frauen, die Pflegeberufe lernen, haben sich mit dem Thema MS in Gedichtform auseinander gesetzt: «Die Frauen, ihr Gedicht und die Krankheit»

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