Angehörige im nächsten Umfeld eines an MS erkrankten Menschen sind ebenfalls betroffen. Sie sind mit vielen Unsicherheiten und Herausforderungen konfrontiert, denn das Krankheitsgeschehen zieht auch Veränderungen und Belastungen ihres eigenen Lebens nach sich.
Sie müssen teilweise neue Verantwortlichkeiten übernehmen, die viel Geduld, Mut und Zeit beanspruchen. Nebst dem Berufsalltag noch die Rolle des Fürsorgenden oder zu übernehmen, kann die eigenen Grenzen überschreiten und sogar zu akuten gesundheitlichen Krisen oder langfristigen Belastungen führen.
Viele Untersuchungen zeigen, dass nahe Angehörige chronisch kranker Menschen häufig an Rückenschmerzen, Migräne, Erschöpfungszuständen, Bluthochdruck oder psychosomatischen (Stress-)Symptomen leiden. Umso wichtiger ist es, dass auch Angehörige von MS-Betroffenen im Individualfall von einem qualifizierten Hilfsangebot profitieren.