Am 17. Juni wird über die Managed-Care-Vorlage abgestimmt. Der Ansatz, eine verstärkte Beratung der Patienten und eine Mitverantwortung der Ärzte zu bewirken, wird von der MS-Gesellschaft positiv gewürdigt. Damit kann auch eine kostendämpfende Wirkung im Interesse aller Akteure im Gesundheitswesen erzielt werden. In diesem Sinne ist in der Managed-Care-Vorlage auch ein Beitrag zur Verbesserung der aktuellen Blockadesituation im schweizerischen Gesundheitswesen zu sehen.
Andererseits enthält der vorliegende Vorschlag sehr dirigistische Elemente, um die Patienten in die Managed-Care-Modelle zu bringen. Damit verbunden ist gleichzeitig eine Einschränkung der Arztwahl. Diese Elemente könnten zu Ungunsten der Patienten verstärkt werden und bergen deshalb nicht von der Hand zu weisende Gefahren in sich.
Für chronisch Kranke wie MS-Betroffene ist es unerlässlich, dass sie sich immer jenem Arzt anvertrauen können, der sie seit Jahren betreut und sie somit bestens kennt. Das Wohlergehen der Patienten hängt nicht nur vom Fachwissen des Arztes ab, sondern massgeblich vom Vertrauen und vom zwischenmenschlichen Kontakt. Das ist in einem Ärztenetzwerk mit wechselnden Ansprechpartnern nicht gewährleistet. Chronisch Kranke müssen den Arzt wechseln, wenn dieser nicht im Ärztenetzwerk der betreffenden Krankenkasse angesiedelt ist.
Die MS-Gesellschaft stellt Ihnen in untenstehenden Links die bundesrätliche Vorlage und die Gegenargumentation dazu vor.