Das Leben mit MS fordert Betroffene wie Angehörige stark heraus. Es gilt, sich immer wieder mit den vielen unbekannten Seiten der Krankheit auseinanderzusetzen. Die tatsache, dass weder die genaue Ursache bekannt ist noch der Verlauf genau vorausgesagt werden kann schafft Unsicherheiten (z.B. Zukunftsängste), die den Alltag stark beeinflussen können.
Die richtige Art und Weise einer Krankheitsbewältigung gibt es nicht. Jeder Mensch hat seine eigenen Möglichkeiten, Voraussetzungen und Vorgehensweisen, schwierige Situationen zu bewältigen.
Sowohl der eigene Charakter als auch die soziale Einbettung bestimmen die Richtung der Bewältigungs-Strategien: Verdrängung, Verleugnung oder intensivste Auseinandersetzung mit allen Aspekten der MS sind mögliche Wege.
Die individuelle Krankheitsbewältigung sollte jedoch immer das Ziel haben, sich Sicherheit im Umgang mit dieser Krankheit zu verschaffen.
Zentral ist es, dass die Betroffenen sich nicht nur über die MS definieren: Obwohl Sie MS haben, hat sie die MS nicht ganz! MS ist immer nur ein Teilaspekt eines Menschen. Die anderen Teile wollen gefördert und weiter entwickelt werden, damit die MS nicht zum einzigen lebensbestimmenden Aspekt wird.
In unseren psychologischen Beratungen begleiten wir MS-betroffene Menschen und ihre Angehörigen auf der Suche nach ihrer persönlichen Krankheitsbewältigungs-Strategie.


