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Ernährung und MS

Ernährungsempfehlungen und Diäten für Menschen mit schweren Erkrankungen wie MS gibt es viele. Bisher fehlt jedoch der wissenschaftliche Nachweis, dass sie den Verlauf einer MS bremsen. Seien Sie daher skeptisch bezüglich Diäten mit Heilungsversprechen.

Eine ausgewogene Ernährung fördert das Wohlbefinden und hilft bei eingeschränkter Bewegung und Verdauungsproblemen.


Neuere Erkenntnisse

Für Herz-Kreislauf-Probleme und entzündliche rheumatische Erkrankungen ist erwiesen, dass diätetische Massnahmen Entzündungsprozesse im Körper vorbeugen oder diese abschwächen können.

Dabei handelt es sich um eine Ernährungsweise, bei der entzündungsfördernde, gesättigte Fette (omega-6-Fettsäuren) vermieden und durch andere ersetzt werden (omega-3-Fettsäuren).

In Analogie nimmt man an, dass auch MS-Patienten von dieser Ernährungsweise profitieren könnten.

 
Praktische Tipps für den Alltag

Für eine ausgewogene Ernährung, bei der entzündungs-fördernde Fette vermieden werden, genügen einfache Regeln

  • Insgesamt wenig Fett zu sich nehmen
  • Nur zweimal Fleisch pro Woche (besser weisses Fleisch wie Poulet und Kaninchen)
  • fünf Portionen Früchte oder Gemüse pro Tag (vor allem grünes Blattgemüse und Blattsalate)
  • mindestens zweimal Fisch pro Woche
  • "gute" Öle verwenden: Olivenöl, Rapsöl, Butter als Streichfett
  • folgende Öle meiden: Sonnenblumen-, Maiskeim, Distel- und Traubenkernöl, Margarine aus diesen Ölen
  • genügend trinken (2 - 2.5 Liter pro Tag)

 

Viele industriell gefertigte Backwaren (Teig, Aufbackbrote etc.) enthalten Fette, die aus Schlachtabfällen gewonnen werden. Diese Produkte enthalten somit versteckte tierische Fette, die man besser meidet.

Fertigprodukte enthalten meist zu viel Salz. Achten Sie darauf, dass Sie genügend trinken.