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Impfungen

Grundsätzlich können sich MS-Betroffene impfen lassen. Wichtig ist aber, dass keine Lebendimpfstoffe verwendet werden. Sie können einen Schub begünstigen. 

 

Wann sollte nicht geimpft werden?

  • während eines Schubs
  • während einer Kortisontherapie
  • während einer Therapie mit Immunsuppressiva (z.B. Imurek®), wenn Lebendimpfstoffe eingesetzt werden.

 

Bei einer Behandlung mit Immunsuppressiva werden die Funktionen des Immunsystems vermindert. Die unterschiedlichen Impfstoffe (Tot- bzw. Lebendimpfstoffe) haben deshalb auch verschiedene Wirkungen. Bei Totimpfstoffen oder gentechnisch erzeugten Impfstoffen kann der Impferfolg ausbleiben. Lebendimpfstoffe können die Infektionskrankheit selbst auslösen.

 

Unproblematische Impfungen

Folgende Impfungen sind nach heutigem Wissensstand ohne Bedenken einsetzbar:

  • Grippeimpfung
  • Zeckenimpfung
    (FSME, Frühsommer-Meningoenzephalitis)
    für Menschen, die sich in einem Zecken-Risikogebiet aufhalten
  • Hepatitis B
    für Jugendliche, Reisende und medizinisches Personal

Als allgemeine Regel lässt sich auf Grund der gegenwärtigen Datenlage festhalten, dass Impfungen mit Totimpfstoffen und Toxoiden bei der MS bedenkenlos eingesetzt werden können, während Lebendimpfstoffe vermieden werden sollten.

 

Weitere Informationen

Mehr zur Grippeimpfung (Nationale Grippe-Präventions-Kampagne)
Impfungen für Tropenreisen
(Praxis für Tropenkrankheiten und Reisemedizin)
Reisemedizin
 (Information des Bundesamtes für Gesundheit)