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Entlastung & Support

Entlastungsangebote

Zwei Drittel der Angehörigen leisten kontinuierliche Unterstützung an MS-Betroffene. Dies haben Umfragen zu den Bedürfnissen von MS-Erkrankten und Angehörigen gezeigt. Angehörige von Chronischkranken sind einem erhöhten Risiko ausgesetzt, selber zu erkranken. Sie haben mehr körperliche Beschwerden als in ihrem Alter üblich ist.

Sind Sie ein Angehöriger oder eine Angehörige einer an MS erkrankten Person? Dann ist es wichtig, dass sie ihre eigene Situation mit einer Person ihres Vertrauens besprechen. Sorgen Sie für genügend Freiraum und gestalten Sie diesen nach Möglichkeit aktiv: zum Beispiel mit Sport, Massagen, Lesen, Freunde treffen, Spaziergängen, Ausflügen und persönlichen Hobbys.

Wenn Ihr eigenes Leben neben den Betreuungsaufgaben allerdings zu kurz kommt, ist es Zeit, über Entlastungsmöglichkeiten nachzudenken. Erste Anlaufstellen können eine Fachperson, eine gute Freundin oder eine Selbsthilfegruppe für Angehörige sein.

Welche Arten von externer Hilfe sind möglich? Zur Unterstützung bei Pflegeverrichtungen oder bei der Selbstpflege sind die Spitex-Dienste vor Ort verlässliche Partner. Sie helfen auch, alltägliche Haushaltarbeiten zu verrichten.

Zur Erfüllung tageweiser Freiräume eignet sich möglicherweise der Aufenthalt in einer Tagesstätte, welche einem Heim oder einem Spital angegliedert ist.

Für länger dauernde Auszeiten bietet die MS-Gesellschaft alljährlich Gruppenaufenthalte an. Während des Aufenthalts werden die Betroffenen rund um die Uhr von geschultem Personal betreut.

 

Angehörigen-Support

Viele Angehörige plagt ein schlechtes Gewissen, wenn sie die eigenen Belastungssymptome ernst nehmen, wenn sie wieder mehr zu sich selber schauen möchten oder nach externen Hilfsangeboten Ausschau halten.

Es lohnt sich, über die eigene Befindlichkeit, auch über unerwünschte Gefühle wie Wut, Aggressionen oder Depression zu sprechen: mit einer Fachperson, einem guten Freund oder in einer Selbsthilfegruppe.

Es gibt Möglichkeiten, die Belastung zu reduzieren, ohne dass der Betroffene daran Schaden nimmt. Deshalb empfiehlt sich, gemeinsam mit dem Betroffenen und einer Fachperson (Psychologe, Arzt des Vertrauens, Sozialarbeiter) konkrete Schritte im Alltag zu planen. Dies braucht Zeit, Geduld, etwas Glück und geschieht nicht von heute auf morgen.